All posts by Soma

Director, founder and owner of blendwerk.tv. Kim Sofer Matthias aka Kim Soma was born in Hamburg, Germany and graduated from Filmacademy Ludwigsburg as director for broadcast commercials and film. Still being a student, his second shortmovie "Nanny" had its premiere at Hofer Filmtage in 1994 and was later licensed and international broadcasted on horror channel "13th Street". Kim Soma worked on all his projects as director and editor to bring up a great variety in developing and finishing projects in his own independent way. His directing credits include national and international broadcast tv commercials, IPTV and TV shows, virals, music videos and short films.

Quo Vadis 2020 ?

Etwas Wesentliches hat sich im digitalen Medienalltag der letzten  Jahre verändert und dazu geführt, dass Einfalt, Narzissmus und  höchst verwerfliches Werbe- und Kundengebahren selbst-verständlichen Einzug in ein früher vertrautes und geliebtes Geschäftsmodell “Digitale Medienproduktion” hielt. Dies geschieht in einer Form, bei der man sich schnell fragt, wann die nächste austauschbare Hypestruktur getarnt als politische Meldung, Katastrophen-Entertainment oder “branded content”  eine völlig wehrlose Öffentlichkeit in Schnappatmung hält, bei gleichzeitiger Entmenschlichung des darin korrumpierten Users.

Der einst passive TV Konsument muss sich mittlerweile mit einem starken Rüstzeug an Manipulationskenntnis ausstatten, um nicht Opfer blinder Verkaufswut zu werden. Das Kleingedruckte in Verträgen mit Netzwerkbetreibern, digitalen Produktvertrieben und anderen Online-Serviceunternehmen zu lesen, bedeutet heutzutage umso mehr Schutz des eigenen Geldbeutels, wenn man sich nicht plötzlich und “gewollt zufällig” in einem Vertragsmodell wiederfinden möchte, das einen für die nächsten zwei Jahre finanziell und mit  deutschem Recht auf der Seite des Betreibers  wie eine wehrlose Kuh “melken” darf.  Dabei werden  eigentlich so rechtsfreie Räume im digitalen Milieu geschaffen, die man als  kriminell bezeichnen sollte, wie z.B. im Falle digitaler Produkte von global operierenden Unternehmen wie z.B. bei Comcast oder Activision.

Das Produzieren von Videos als Produkt-Service oder als Entertainment-Service im deutschsprachigen Europa ist  zu einem inflationären “Ausverkauf” für kleine und leider auch mittel-ständischen Produktionen verkommen.  Dabei wird versucht, in Bereichen wie Popmusik, Jugendkultur und vielen anderen ehemals ehrbaren “Kulturformaten”, eigentlich in jeder mittlerweile digital erfahrbaren Botschaft, mit latent sublimen Botschaften zu werben, zu provozieren und die  immer kürzer werdende Aufmerksamkeits-spanne des Betrachters  emotional bis zu seiner völligen Widerstandslosigkeit auszunutzen. Das in den beginnenden 2000ern noch warnend proklamierte “digitale Überinformiertsein” ist damit heutzutage völlig obsolet geworden, da aus der allgemeinen Warnung seit 20 Jahren keine Handlung folgte und deswegen zwischen Desinformation, Information, Produktwerbung und wirklich wichtiger Nachricht keine Trennung mehr herrscht. Zahlreiche Inhalte sind wirken wirr und zum Teil widersprüchlich auf Webseiten zum Zwecke des eigenen Ertrages miteinander verknüpft, dass es schlichtweg an Wahnsinn grenzt.

Verhältnisse, die wie in dem Falle eines von Blendwerk.tv sehr erfolgreich produzierten viralen Kundenvideos, das seinen Preis im Wettbewerb des Bundesministeriums für Forschung und Bildung gewonnen hat, ohne die eigentlichen Macher dahinter überhaupt zu erwähnen, zeigen, wie lapidar und gesetzlich ungeschützt die neue Welt der Medienüberproduktion mittlerweile angesehen werden muss. Influencermarketing verkauft jeden Dreck mit Plattitüden und dummdreister Einfallslosigkeit an Minderjährige, künstlich generierte Klicks sorgen für hysterisches Interesse, sodaß man sich wundern muss, wie wenig man heutzutage, professionell gesehen, an Toleranz  und Selbstwertgefühl in und während der Arbeit in der Medienproduktion noch haben sollte, wenn man  vielleicht selbst einmal versuchen möchte ein eigenes “Jugendformat” erfolgreich zu platzieren. Mit den öffentlich rechtlichen Anstalten ARD und ZDF im Verbund, in höchst bedenkenswerten und rein werblichen Strukturen auf Youtube, ist der frühere “Auftrag” einer schützenswerten Bildungsstruktur zu einer Wort-Hülse verkommen.

“Darüber hinaus dürfen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in ihren Hauptsendern ARD und ZDF an Werktagen bis 20.00 Uhr im Schnitt maximal 20 Minuten Werbung ausstrahlen. Außerhalb dieser Zeit ist mit Ausnahme der Übertragung von Großereignissen kein Sponsoring zulässig.[9]

Die Trennung zwischen Kampagne und Unterhaltung, zwischen Contentmarketing und werbendem Content, zwischen Lobby und Hobby sind mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit deformiert und man muss sich gar nicht erst über das wundern, was der Werberat  hier in einer eigenen Stellungnahme als völlig selbstverständlich proklamiert:

Zitat () “Werbung ist ein fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Im Vergleich zu Erwachsenen bedürfen sie jedoch aufgrund ihrer persönlichen Entwicklung eines besonderen Schutzes. Gleichzeitig setzt das Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Werbung durch Kinder und Jugendliche voraus, dass keine Abschottung dieser Altersgruppen von werblichen Inhalten stattfindet. Vielmehr ist eine aktive und vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Werbung als elementarem Bestandteil der heutigen Medienkultur und Marktwirtschaft wünschenswert.” link

Das Werbung ein fester Bestandteil für Jugendliche zu sein scheint, wird hier einfach völlig selbstverständlich als Faktum benutzt und dabei bleibt es dann auch. Daß Werbung tatsächlich mittlerweile in jeder Botschaft, egal ob digital oder analog  in Form eines Pixels, Wortes oder sublimeren Hinweises vorkommt und wie selbstverständlich auch geduldet wird, wird natürlich verschwiegen und beflissen ignoriert,  wenn der “werbende Inhalt” im Bild als solcher zwar gekennzeichnet wird, aber eben so, daß man es überliest.  Dass YoutuberInnen Burnout bekommen, ist dabei aber auch genauso völlig selbstverständlich und geschieht meist anonym. Medienaufklärung und Schutz von Jugendlichen, von dem der Werberat so selbstverständlich in dem o.g. Beispiel redet, ist schlichtweg eine Farce. Die digitale Inkompetenz und Wehrlosigkeit der sog. Verantwortlichen sei Ausdruck dafür genug !

Fake News, Infotainment, Infomercials und weitere zukünftige absurdere Medienmutationen sind ein Ergebnis dieser  künstlichen Vereinigung von echter Inhaltssuche, Klickbait-Kultur und Werbung und zeigen bereits in der digitalen Spielebranche zu welch bedenkenswertem passiv-aggressivem Konsum – Verhalten diese Jagd auf Minderjährige durch ebenso offensiv und aggressiv agierende programmierte  algorithmische Vorgehensweisen  (Tracking, Datamining, etc,) der jeweiligen  Produkt-Vertriebe  führt. 

Es ist den seit 20 Jahren schlafenden Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Kultur dringend anzuraten,  noch schnell auf die Höhe der gegenwärtigen Zeit zu kommen, aus ihrer selbst verordneten Unwissenheit zu gelangen, wenn sie sich nicht  für den bereits verursachten Schaden, durch  willkürliche und inzwischen monopolisierte Digitalisierung, nicht nur in der gleichgeschalteten Welt international operierender Medienproduktionen,  zur Verantwortung ziehen lassen möchten. Es kann kein sinnvolles Ziel sein, daß werbende Ignoranz und gesponserte Unterhaltungswut weiterhin flächendeckend den Medien-Markt regeln und somit Jeden und Jede zum Opfer spekulativer Produkt-Inhalte machen will. Dass es einen Rezo brauchte, um einer alten Partei die digitalen Leviten zu lesen, kommt im Jahre 2019 nicht nur 15 Jahre zu spät, sondern zeigt wie hilflos und bedauernswert eine junge Generation wirklich ist, wenn sie sich in ihrer berechtigten und bisher unbeantworteten Kritik eines Mediums bedienen muss, das nur auf Absatz durch bezahlbare und damit “gefälschte” eigene Aufrufzahlen zielt.

Kunstgelände : Wagenhallen, Stuttgart 2017 ( 360° )

Für das Team von blendwerk.tv bedeutet dieser Dreh im Sommer einen besonderen Moment, da die ursprüngliche Blendwerk Residenz lange Zeit in den Hallen des damaligen und dem S21 zum Opfer gefallenen Postgeländes residierte, es mit zahlreichen Künstlern bevölkerte und damit für einen regen Austausch sorgte, der sich nach dem “Südmilch-Gelände” fortsetzte und im “Wagenhallengelände” ein neues Zuhause fand. Mit diesem kleinen Rundumblick in 360° kann man sehr schön sehen, wie in Stuttgart “die Weichen” für das Überleben der dort beheimateten Subkultur und seiner fleissigen Protagonisten gestellt werden. ( Bitte unten auf Bild klicken und dann durch Scrollen im Bild die Rundumsicht bewegen ! )

[ipanorama id="3158"]

 

 

Let`s start from the very beginning !

Exactly ten years ago  BLENDWERK.TV  started from the very scratch with something brand new : Streaming Content ! A webseries about Berlin and the craft of sewing and knitting.

To create something trustful, precious for those who understand and love knitting and sewing or just giving tutorial basics in German language to those who wanted to learn, we came down to the holy land of the web / tv streaming with the support of those great companies :

https://www.prym.com/
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https://consumer.guetermann.com
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http://www.men-gmbh.de/
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https://www.youtube.com/user/NaehenmitBurda/featured
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It became the first widespread Knitting-and Sewing Tutorial Show in Germanspeaking Europe which means from Poland to Switzerland.

It was published on 23 Local TV Stations and showed BURDA a new way to bring their content to the audience which happend pretty fast and you can see, where they´re heading now. We bring it all back to you, with all those Tutorials where you really can learn the art and the craft .

https://www.youtube.com/watch?v=bHmx222BcNA
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