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Quo Vadis 2020 ?

Etwas Wesentliches hat sich im digitalen Medienalltag der letzten  Jahre verändert und dazu geführt, dass Einfalt, Narzissmus und  höchst verwerfliches Werbe- und Kundengebahren selbst-verständlichen Einzug in ein früher vertrautes und geliebtes Geschäftsmodell “Digitale Medienproduktion” hielt. Dies geschieht in einer Form, bei der man sich schnell fragt, wann die nächste austauschbare Hypestruktur getarnt als politische Meldung, Katastrophen-Entertainment oder “branded content”  eine völlig wehrlose Öffentlichkeit in Schnappatmung hält, bei gleichzeitiger Entmenschlichung des darin korrumpierten Users.

Der einst passive TV Konsument muss sich mittlerweile mit einem starken Rüstzeug an Manipulationskenntnis ausstatten, um nicht Opfer blinder Verkaufswut zu werden. Das Kleingedruckte in Verträgen mit Netzwerkbetreibern, digitalen Produktvertrieben und anderen Online-Serviceunternehmen zu lesen, bedeutet heutzutage umso mehr Schutz des eigenen Geldbeutels, wenn man sich nicht plötzlich und “gewollt zufällig” in einem Vertragsmodell wiederfinden möchte, das einen für die nächsten zwei Jahre finanziell und mit  deutschem Recht auf der Seite des Betreibers  wie eine wehrlose Kuh “melken” darf.  Dabei werden  eigentlich so rechtsfreie Räume im digitalen Milieu geschaffen, die man als  kriminell bezeichnen sollte, wie z.B. im Falle digitaler Produkte von global operierenden Unternehmen wie z.B. bei Comcast oder Activision.

Das Produzieren von Videos als Produkt-Service oder als Entertainment-Service im deutschsprachigen Europa ist  zu einem inflationären “Ausverkauf” für kleine und leider auch mittel-ständischen Produktionen verkommen.  Dabei wird versucht, in Bereichen wie Popmusik, Jugendkultur und vielen anderen ehemals ehrbaren “Kulturformaten”, eigentlich in jeder mittlerweile digital erfahrbaren Botschaft, mit latent sublimen Botschaften zu werben, zu provozieren und die  immer kürzer werdende Aufmerksamkeits-spanne des Betrachters  emotional bis zu seiner völligen Widerstandslosigkeit auszunutzen. Das in den beginnenden 2000ern noch warnend proklamierte “digitale Überinformiertsein” ist damit heutzutage völlig obsolet geworden, da aus der allgemeinen Warnung seit 20 Jahren keine Handlung folgte und deswegen zwischen Desinformation, Information, Produktwerbung und wirklich wichtiger Nachricht keine Trennung mehr herrscht. Zahlreiche Inhalte sind wirken wirr und zum Teil widersprüchlich auf Webseiten zum Zwecke des eigenen Ertrages miteinander verknüpft, dass es schlichtweg an Wahnsinn grenzt.

Verhältnisse, die wie in dem Falle eines von Blendwerk.tv sehr erfolgreich produzierten viralen Kundenvideos, das seinen Preis im Wettbewerb des Bundesministeriums für Forschung und Bildung gewonnen hat, ohne die eigentlichen Macher dahinter überhaupt zu erwähnen, zeigen, wie lapidar und gesetzlich ungeschützt die neue Welt der Medienüberproduktion mittlerweile angesehen werden muss. Influencermarketing verkauft jeden Dreck mit Plattitüden und dummdreister Einfallslosigkeit an Minderjährige, künstlich generierte Klicks sorgen für hysterisches Interesse, sodaß man sich wundern muss, wie wenig man heutzutage, professionell gesehen, an Toleranz  und Selbstwertgefühl in und während der Arbeit in der Medienproduktion noch haben sollte, wenn man  vielleicht selbst einmal versuchen möchte ein eigenes “Jugendformat” erfolgreich zu platzieren. Mit den öffentlich rechtlichen Anstalten ARD und ZDF im Verbund, in höchst bedenkenswerten und rein werblichen Strukturen auf Youtube, ist der frühere “Auftrag” einer schützenswerten Bildungsstruktur zu einer Wort-Hülse verkommen.

“Darüber hinaus dürfen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in ihren Hauptsendern ARD und ZDF an Werktagen bis 20.00 Uhr im Schnitt maximal 20 Minuten Werbung ausstrahlen. Außerhalb dieser Zeit ist mit Ausnahme der Übertragung von Großereignissen kein Sponsoring zulässig.[9]

Die Trennung zwischen Kampagne und Unterhaltung, zwischen Contentmarketing und werbendem Content, zwischen Lobby und Hobby sind mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit deformiert und man muss sich gar nicht erst über das wundern, was der Werberat  hier in einer eigenen Stellungnahme als völlig selbstverständlich proklamiert:

Zitat () “Werbung ist ein fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Im Vergleich zu Erwachsenen bedürfen sie jedoch aufgrund ihrer persönlichen Entwicklung eines besonderen Schutzes. Gleichzeitig setzt das Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Werbung durch Kinder und Jugendliche voraus, dass keine Abschottung dieser Altersgruppen von werblichen Inhalten stattfindet. Vielmehr ist eine aktive und vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Werbung als elementarem Bestandteil der heutigen Medienkultur und Marktwirtschaft wünschenswert.” link

Das Werbung ein fester Bestandteil für Jugendliche zu sein scheint, wird hier einfach völlig selbstverständlich als Faktum benutzt und dabei bleibt es dann auch. Daß Werbung tatsächlich mittlerweile in jeder Botschaft, egal ob digital oder analog  in Form eines Pixels, Wortes oder sublimeren Hinweises vorkommt und wie selbstverständlich auch geduldet wird, wird natürlich verschwiegen und beflissen ignoriert,  wenn der “werbende Inhalt” im Bild als solcher zwar gekennzeichnet wird, aber eben so, daß man es überliest.  Dass YoutuberInnen Burnout bekommen, ist dabei aber auch genauso völlig selbstverständlich und geschieht meist anonym. Medienaufklärung und Schutz von Jugendlichen, von dem der Werberat so selbstverständlich in dem o.g. Beispiel redet, ist schlichtweg eine Farce. Die digitale Inkompetenz und Wehrlosigkeit der sog. Verantwortlichen sei Ausdruck dafür genug !

Fake News, Infotainment, Infomercials und weitere zukünftige absurdere Medienmutationen sind ein Ergebnis dieser  künstlichen Vereinigung von echter Inhaltssuche, Klickbait-Kultur und Werbung und zeigen bereits in der digitalen Spielebranche zu welch bedenkenswertem passiv-aggressivem Konsum – Verhalten diese Jagd auf Minderjährige durch ebenso offensiv und aggressiv agierende programmierte  algorithmische Vorgehensweisen  (Tracking, Datamining, etc,) der jeweiligen  Produkt-Vertriebe  führt. 

Es ist den seit 20 Jahren schlafenden Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Kultur dringend anzuraten,  noch schnell auf die Höhe der gegenwärtigen Zeit zu kommen, aus ihrer selbst verordneten Unwissenheit zu gelangen, wenn sie sich nicht  für den bereits verursachten Schaden, durch  willkürliche und inzwischen monopolisierte Digitalisierung, nicht nur in der gleichgeschalteten Welt international operierender Medienproduktionen,  zur Verantwortung ziehen lassen möchten. Es kann kein sinnvolles Ziel sein, daß werbende Ignoranz und gesponserte Unterhaltungswut weiterhin flächendeckend den Medien-Markt regeln und somit Jeden und Jede zum Opfer spekulativer Produkt-Inhalte machen will. Dass es einen Rezo brauchte, um einer alten Partei die digitalen Leviten zu lesen, kommt im Jahre 2019 nicht nur 15 Jahre zu spät, sondern zeigt wie hilflos und bedauernswert eine junge Generation wirklich ist, wenn sie sich in ihrer berechtigten und bisher unbeantworteten Kritik eines Mediums bedienen muss, das nur auf Absatz durch bezahlbare und damit “gefälschte” eigene Aufrufzahlen zielt.

“HOMMAGE À ALPHA CONDÉ ” (DUNDUMUSIK)

 

 

 

Stefan Charisius erzählt uns in diesem Video von seinem überraschenden Vorhaben, das er in gewisser Hinsicht seit vielen Jahren mit großer Hingabe verfolgt, um nicht nur den Europäern die weit wichtigere Grundaussage von “schwarzer” Musik ansich wieder nahezubringen, sondern die sehr alte Tradition des “Griots” für die ganze Welt zu bewahren. In der afrikanischen Tradition hat der Griot einen sehr viel größeren Einfluss auf die dortige Gesellschaft , als hiezulande der europäische “Musiker” noch hat. Während der Griot die Politik seiner Umgebung gewissermassen durch seine Musik wirklich aktiv “mitgestalten” kann, sind unsere Musiker hierzulande bestenfalls für “Bespaßungsunterhaltung” zuständig, die keinerlei politische Relevanz in unserem realen gesellschaftlichen Alltag mehr hat, ausser “Absatz- und Werbe-jingle-funktion” zu sein. Stefan brach schon lange dort aus. Er arbeitete und musizierte nicht nur lange mit den unterschiedlichsten Gößen des deutschen Raps, er spielt seit vielen Jahrzehnten immer wieder in Deutschland mit afrikanischen Musikern zusammen, denen er dadurch auch echte bezahlte Arbeit in Deutschland und Europa vermittelte und ist ein extrem passionierter Künstler im Umgang mit der muskalischen Kultur in seinem und im anderen Lande. Dies konnte er in zahlreichen musikalischen Symbiosen weltweit durch von ihm komponierte und live gespielte Soundtracks des Dundu Projekts unter Beweis stellen. Weltweit interagierende Musiker aus der Schweiz, England, USA, Italien, Russland und eben Afrika zeigen seinen enormen Wirkungskreis. Die tiefe Verwurzelung im musikalischen Dialog schafft diese Begeisterung und seine und die Freude von Mori Dubaté darüber ist echt, daß in Guinea / Westafrika seit zwei Jahren Demokratie engekehrt ist. Dies ist hauptsächlich dem Wirken und der politischen Führung von Präsident Alpha Condé zu verdanken, der im Januar 2017 zum Präsident der African Union ernannt wurde. Dafür wurde ein Song geschrieben und der Song soll jetzt mit seinen beiden Machern und dem Team von Blendwerk.tv nach Guinea reisen und dem dortigen Präsidenten vorgetragen werden. Der Film erzählt, wie es dazu kommen wird und was bereits alles dafür getan wurde. Demnächst folgt das ebenso von blendwerk.tv für Dundumusik produzierte Video des Song “HOMMAGE À ALPHA CONDÉ “

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Liebe Freunde, Fans, Mitarbeiter und Kunden von blendwerk.tv.  Neue spannende Kunden aus dem künstlerischen, mittelständischen und kleinunternehmerischen Bereich konnten 2012 akquiriert werden.  Mit viralen Videos, produziert und gestaltet durch blendwerk.tv, konnte mit neuen vielversprechenden Bands und Künstlern  wie : Citizens, Zaki Ibrahim, Tallulah Rendall, Roland  die Gründung eines eigenen YouTube Channels für die noisy Musicworld gestartet werden. Wir freuen uns auf 2013 und sind gespannt, wie die Zusammenarbeit zwischen der noisy Musicworld und blendwerk.tv fortgesetzt werden wird.