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DUNDUMUSIK IST CHARISIUS. MUSIC

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Dundu_CM_3Die Zeit der 90er war eingefasst in die Wiedervereinigung Deutschlands, unter der Regierung von Helmut Kohl. Stuttgart wurde in den Jahren 1993 und 2001 ein spürbarer Kulturmagnet für Künstler aus der ganzen Welt, den unterschiedlichsten Szenen und Genres. Die “Südmilch” oder “das Südmilch Gelände” war schnell eine legendenbildende Institution, nicht nur wegen des eröffnenden M1 oder dem ZAPPATA, mit seinen “illegalen ” und spektakulären Tango-Parties ; das Leben und Wirken war generell bunt in den zahlreicher werdenden Ateliers und seiner sich dort immer heimischer fühlenden Zeitgenossen.  Maler, Steinbildhauer, Tischler, Technik – und Soundverleihe sowie die unerschiedlichsten Zwischennutzungen als Galerien und Austellungsräume, als Konzert- und Theaterbühnen oder Musicclip-Locations prägten den stetigen und unaufhaltsamen Wandel des dortigen Lebens .  Es war damals aber auch kalt, im Stuttgarter Winter 1995, als ich auf meinem Weg zur Dusche aus meinem Atelier hinaus, über die verschneite Strasse zu Fuß hoch in den 5. Stock lief,  wo aus dem Nebengebäude ganz leise, aber deutlich, die ersten Töne einer westafrikanischen Kora zu hören waren. Ich wußte damals noch nicht, daß mich von da ab diese afrikanische Harfe und sein besonderer Instrumentalist durch mein weiteres Leben begleiten sollten, um mir nicht nur Afrika, sondern auch einige seiner tiefstverwurzelten Inhalte näher zu bringen: Der Griot, die Kora und sein Vortrag aus Musik und Sprache sind dabei die zentralen Elemente in dem feinen gesellschaftlichen Netzwerk dieser musikalischen und gesellschaftspolitischen Kulturform.

Im Winter 1995 begegnete ich Stefan Charisius zum allerersten Mal in den damals zwischenvermieteten Gebäuden der Südmilch AG, die dort früher  Milchprodukte aller Arten produzierten und deren Herstellung und Vertrieb verwaltete.

Im Jahre 2010  begann ich mich für die Musik und die Gestaltung einer live gespielten Atmosphäre aus Harfenklängen um den nicht minder eindrucksvoll inszenierten DUNDU zu interessieren. Begeistert durch das Jobangebot von seinen beiden Machern, Tobias Husemann und Stefan Charisius, das eine mehrwöchige filmische Dokumentation für zwei virale Filme über DUNDU zum Ziel hatte, wurden nicht nur die gemeinsamen kreativen Bindungen einer seit 1995 vergangenen Zeit, eines gemeinsamen Lebens in “der Südmilch” wiedererweckt.  Das seit 2010 gesammelte Film- und Ton-Material der zahlreichen und wunderbaren Kameraleuten rund um DUNDU, kann in der stetigen Veränderung und enormen Entwicklung dieses einzigartigen Kunstprojektes in all seinen  Feinheiten und der globalen Gesamtwirkung verstehen helfen.

Besonderer Dank gilt dabei den wunderbaren DUNDU Spielern und den, auf dem Album und bei zahlreichen Liveevents anwesenden und fantastischen Musikern.

CM_1_musicians 2Ein weiterer ( und für seine Macher sehr wichtiger Dank ) gilt dem wunderbaren Team der “HELENE FISCHER SHOW 2012” im Auftrag der ARD und des MDR , die uns nicht nur bei den Dreharbeiten unterstützten, sondern das im Film enthaltene MPG-4-Material mit den durch HELENE FISCHER und DUNDU relevanten Ausschnitten zur Verfügung stellen konnten.

Extra Dank an Semmel Concerts !

Wir danken allen Beteiligten, ob Ton oder Bild, für Ihre unbeschränkte und oftmals grenzenlose Zusammenarbeit in der Herstellung dieses Filmes über DUNDU und seine “magische” Stimme !

Dundu_CM_12Grafik by logopilot

At.tension, please !

Dundu´s erste Dokumentation  und die neue Location in der NOISY MUSICWORLD !

Trotz des wechselhaften herbstlichen Wetters war “Dundu” nun zum fünften Male für Blendwerk.tv in diesen vergangenen zwei Jahren ein neuer  Anlaß zu einem weiteren Dokumentarfilm – Dreh in 1080p,  für ein Portrait über ein einzigartiges sich ständig erneuerndes Kunstprojekt, das die volle Aufmerksamkeit von D.o.P Ralf H. Schlotter und Regisseur/Producer Kim Sofer Matthias nach dem im Februar 2011 stattgefundenen Dreh in Paris auf dem Trocadero und der mit Dundu´s Support im Disney Resort Paris durchgeführten Großveranstaltung diesmal an einem Ort einzigartiger Visionen auf sich zog:  “Kulturkosmos Flugplatz Lärz“.

Hier starten statt Flugzeuge “Dinge”, die größer sind, als der schon lange erfüllbare Traum vom Fliegen: Die Suche nach den sehr viel aufregenderen Grenzen menschlicher Horizonte, Phantasien, erweiterbarer Perspektiven und der selbstgestalteten Erfüllung im sozialen Miteinander als Kreative und Handwerker. Wo genau hört dieser Kosmos auf und wo kann man ihn noch so kreativ belebend und nahrhaft sinnvoller nutzen, wie die “Lärzer” es tun, in der herrlichen Natur der Müritz. Dafür gebührt allen Vergangenen und Zukünftigen dieses sich ständig verändernden Gesamtkunstwerkes auf einem ehemaligen Flughafengelände wahrhaft Respekt ! Wir genossen durch unsere Akkreditierung mit “DUNDU” eine enorme Wohltat für die arbeitende Seele: Wunderbares Essen, tiefes Schlafen, excellentes Frühstücken, Mittagessen, Abendbrot, Arbeiten und retour.

Das und vieles mehr blieb uns noch durch die perfekt koordinierte, immer hilfsbereite und freundliche Art und Weise aller Organisierenden unterschiedlichen Alters in Erinnerung, sogar noch Wochen nach dem Dreh. Teilweise war es gar nicht zu unterscheiden, ob es sich um Mitarbeiter, Freunde oder alte Bekannte handelte und diese freundliche und warme Stimmung macht einen Menschen sofort irgendwie “familiär”, man wird sofort “gruppensozialisiert”. Ich sah Familien mit ihren Kindern, wie beim CCC 2011,  Liebhaber des Theaters, der Kleinkunst und der Musik, die ihre eigene Form und Möglichkeiten in immer neuen Gestaltungen aufregend präsentierten. Ein zauberhafter Tag- und Nacht-Zirkus aus vielen Farben und Formen, Geschmäckern und Gerüchen. Ich  fühlte mich an das “Luna, Luna” – Projekt von Andre Heller erinnert. “Ricoloop” begeisterte die Menge und wenn ich auch nicht die Möglichkeit hatte, ihn persönlich zu sehen, konnte ich die Jubelschreie des großen Publikums über dem warmen Soundgewitter und den Sonnenschein aus “Ricoloop”s großem, musikalischen Herzen spüren. Mit nur knapp 7800 wie handverlesenen wirkenden Gästen kann sich dieses Festival zu einer riesigen Perle in der alternativen und etablierten Theater- , Musik- und Performanceszene zählen und darüberhinaus auf seine bereits 8 jährige Beständigkeit zurückblicken, denn es kommt alles zwei Jahre und das bei jedem Wetter, mit steigenden “Wählerzahlen”.

In Zeiten der politischen, wirtschaftlichen und inhaltlichen Krisen sind vor allem loyale, autarke Freunde und funktionierende Netzwerke das “Ein und Alles” eines produzierenden Künstlers. So konnte das Editing- und 2D/3D-Unit von Blendwerk.tv durch einen neuen Standort in der Noisy Musicworld erweitert werden. Ein Raum, der mit seiner Größe, Lage und vor allem Musikernähe alle erforderlichen To-Do´s der einzigartigen und ersten nativ webbasierten Produktionsfirma Deutschlands über alle Maßen erfüllt. Wer uns sucht, kann uns nun in der NOISY MUSICWORLD, Warschauer Strasse 70, 10243 Berlin finden.