Tag Archives: rock

Joachim Deutschland – Ausnahmekünstler

JD_4

Liebe Fans von Blendwerk.tv, heute ein besonderes Ereignis: Godard, Truffaut und alle (deutschsprachigen) Fans der “Nouvelle Vague” oder der Welt des “Dogmafilms“müßten nun in die Hände klatschen, denn tatsächlich interessiert und erreicht ein guter Text und eine authentisch gesungene “Hookline” wieder mehr und mehr Zuhörer und das kann man dann auch unter den widrigsten filmischen Umständen in einer U-Bahn darstellen und dokumentieren.

Ich hatte vorher nicht soviel von ihm gehört und wenn dann nur Komisches, mit seinem Hit konnte ich auch nichts anfangen, weil ich nie was mit den Inhalten von “Viva” oder ähnlichen Sendern “anfangen” konnte und wollte. Der große junge Mann, der da so unscheinbar und bescheiden am Bühnenrand des Berliner “K-Pax” im Februar 2010 während des Auftritts einer unbekannten Band stand und aufmerksam zuhörte, das sollte also Joachim Deutschland sein ? Derselbe Joachim Deutschland, der ein paar Monate später für die gleiche Band im Vorprogramm spielte und damit klarmachte, wie das mit der wahren Musikalität geht ? Ein echter deutscher Pop-Star, der schon auf dem “Über-Schnell-Weg” zum Superstar war (“Marie”, ein Hit, den Jede(r) in Deutschland unter 25 kennt !) und selbstgetrieben durch die industriellen, massenkompatiblen Lebens- und Wirkensumstände, die so einen Weg in Deutschland, wie auch in England oder den USA scheinbar immer wieder mit sich bringen, eben auch wie ein Ikarus steil “fiel” ?   Yeah: Spannende Story !

Ein starker Künstler, der in den vergangenen Jahren, statt aufzugeben, hart an Sich und mit vielen Berliner Musikern arbeitete, neue Songs schrieb, mit neuen Musikern auf die Bühne stürmte, unaufhaltsam. Und nun: In der Hand kein Mikro, sondern eine noch besser und noch schneller gespielte, präzise Gitarre. Der Auftrittsort:  Eine deutsche historische  Berliner U-Bahnstrecke “..hoch auf dem gelben Wagen!”, ..cleverer geht´s kaum, wenn man einen solchen Nachnamen trägt. Da habe ich es dann sehen, hören und dokumentieren dürfen, mit wieviel Liebe und Begeisterung dieser ehemalige “Viva-Star”, nun reifer und klarer, mit großem Charme und  Verve die Leute in den Waggons in seinen Bann zog und mit Leben füllte, in einem Ort, der vor lauter Hilflosigkeit anonymen Zusammengepferchtseins normalerweise den Blick fliehend aus dem Fenster werfen lässt und den Augenkontakt des unbekannten Gegenübers spürbar meidet. Plötzlich war das seine Bühne, ein neuer Teil seiner großen musikalischen Erfahrung.

Ja, Joachim Deutschland, der ist schon eine helle Fackel im Dunklen des recht engen nationalen Musikmarkt und wir freuen uns sehr, mit Euch in 16 intimen Minuten eine einzigartige Performance eines wirklich grandiosen deutschen, musikalischen Ausnahmetalents internationaler Größenordnung teilen zu dürfen. Folgt bitte diesem Link (..klicken!) und schaut Euch doch einmal selbst in aller Ruhe die kleinen Reaktionen von den begeisterten und zum Teil irritierten Zuhörern an, achtet auf die Texte und lasst auch Euch dort musikalisch von Joachim Deutschland und der einzigartigen, internationalen und äußerst realistischen “harten Jury” in den Waggons der Berliner BVG abholen. Wir sehen uns dann vielleicht bei seinem nächsten Konzert, denn die heimliche Tour mit seiner Band durch Deutschlands Hallen und Clubs für 2011 ist lange geplant und wer nicht rechtzeitig Karten vorbestellt, muß halt wiederkommen. Hier noch ein Link für alle alten und neuen Fans !

DISPLAYED

“Electronic music has come of age..” this is a quotation from JEGA and pretty much explains my interest in doing late nite interviews in backrooms of clubs in 2006/07. But also the feeling, that those guys behind their laptops and covered in their dark sorroundings, because their artcreation happens in most cases during the nighttime, have an unique tradition with all the great composers in former music history. Nevertheless this kind of music is already close to hundred years of existence, when you consider its start in 1920. So we´re actually talking about somekind of classic music.

The artists in “Displayed” talk about their starts in the early 90ies. Their days and nights, jobs, lifes and thoughts, lonesome working in front of a computerscreen, composing, essences of a growing music culture. DISPLAYED does not show borders of the global dancefloor “culture”. These artists are talking about a selffullfilling progression in Electronic Arts in England, Germany, Spain, Australia and Los Angeles.